2. Salon der Künste

Der Sommer steht schon in voller Blüte und mit ein wenig Verspätung möchten wir die schönsten Eindrücke unseres 2. Salons im Rahmen des Open Forum/Into the City – Wiener Festwochen im Angewandte Innovation Lab mit Euch teilen.

Mit der tatkräftigen Unterstützung von Wolfgang Schlag und seinem Team fand unser Salon in einer Athmosphäre des intellektuellen Austausches statt. Es fanden sich zahlreiche AktivistInnen aus verschiedenen europäischen Ländern ein, um gemeinsam über moderne soziale Konzepte zu resonieren. Unser Salon bildete den Abschluss dieser wichtigen Veranstaltung. Vielen Dank an dieser Stelle auch an Christiane Erharter und Heide Wihrheim von der Erste Foundation für ihre Empathie unserem Projekt gegenüber und ihr Netzwerk.

Die Filmemacherin und Moderatorin Mirjam Unger, eine Freundin unseres Vereins, führte wieder mit ihrer bekannt empathischen Art durch das Programm.

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Mirjam Unger im Gespräch mir Enas Altaweel (re)

 

Die Keynote zu unserem 2. Salon der Künste hielt Prof. Dr. Dirk Hoerder.

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Migrant Men and woman searching for Life Perspectives – Societies offering open Spaces“

Den musikalischen Rahmen bildete der syrische Oud Spieler Orwa Saleh mit der charismatischen syrischen Sängerin Basma Tabr. Ihre Musik entfaltete die authentische Magie eines farbenfrohen Orients.

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Basma Tabr (Gesang) & Orwa Saleh (Oud)

 

Wieder konnten wir drei ganz besondere KünstlerInnen im Rahmen unseres Salons vorstellen:

Sarah Marwa – Bildende Künstlerin / Syrien

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Marwa Sarah (rechts)

Geboren in Homs kam Sarah Marwa 2013 nach Österreich um als Studentin an der Universität für angewandte Kunst Wien zu studieren. Neben internationalen Austellungen fasst sie auch mit meheren Ausstellungen in der Wiener und Österreichischen  Kunsstszene Fuß. Im Rahmen unseres Salons hat Sarah Marwa einige ihrer Acryl-Arbeiten ausgestellt.

Enas Altaweel – Modedesignerin Syrien

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Enas Altaweel vor ihrer Figurine/Skulptur, die sie eigens für unseren Salon gestaltet hat.
Enas Altaweel, Künstlerin und Modemacherin aus Syrien. Abeitet seit 2008 als Kostümbildnerin für Feature Filme, TV Produktionen, Werbung und Theater.
Im Rahmen unseres Salons präsentierte sie eine Skulptur.

Muhammad Farouk – Bildender Künstler / Syrien

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Muhammad Farouk (Mitte)

Muhammad Farouk, Master of fine Arts, hat bis zu seiner Migration nach Österreich als bildender Künstler und Dozent an der Kunstuniversität Aleppo gearbeitet und unterrichtet. Im Rahmen unseres Salons hat M. Farouk seinen Zyklus Aleppo in Asche (Öl auf Leinwand) ausgestellt.

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Die Köchin und Kochbuchautorin Parvin Razavi entführte unsere Gäste wieder auf sinnliche Weise in ihre kulinarische Welt. Auf diese Weise konnten sich die Menschen mit ihren Ideen und ihrer Kunst ausstauschen und so einen weiteren Grundstein für gelebte Integration legen.

Alle Fotos Copyright: Amélie Chapalain

Weitere Fotos finden Sie hier.

Zu guter Letzt möchten wir noch darauf hinweisen, dass wir uns bereits in der finalen Planungsphase für unseren 3. Salon der Künste Ende September 2016 befinden. Dieses Mal ist es uns eine große Freude unseren Salon an einem der repränsentativsten Orte der jüngeren Wiener Geschichte, dem Looshaus zu veranstalten. Unser großer Dank an dieser Stelle gilt: GD-Stv. Dr. Georg Kraft-Kinz (Raiffeisen NÖ-Wien), Peter Wesely (VWFI und Österreich hilfsbereit) und Alexandra Stefanov und Gerlinde Lorenz von Raiffeisen – Gute Beziehungen.

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Ein gelungener Auftakt.

Am 22.01.2016 fand unser 1. Salon der Kulturen in der Erste Lounge in Wien statt.

Trotz kurzer Vorbereitungs- und Planungsphase konnten wir uns in Kooperation mit der Universität für angewandte Kunst Wien über großes Interesse und zahlreicher BesucherInnen an diesem Abend freuen.

Durch den Abend führte die Filmemacherin und Moderatorin Mirjam Unger. Prof. Christoph Kaltenbrunner sprach die Keynote. Gemeinsam mit Wolfgang Schlögl wurden drei Künstler aus Afghanistan, Iran und Syrien vorgestellt.

Die Kreationen der Köchin Parvin Razavi leisteten ihren Beitrag zum gemütlich informellem Zusammensein.

Im Laufe des Abends wurden Netzwerke erweitert, Kontakte geknüpft und kreative Menschen fanden zueinander. Besonders gefreut hat es uns, dass andere Initiativen wie Train of Hope, Kulturen in Bewegung, Brunnenpassage und Unterstützer wie Andreas Treichl (Erste Bank) Teil dieses Abends waren.

Wir freuen uns auf weitere schöne Abende in unserem Salon der Kulturen!

Alireza Daryanavard

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Iranischer Schauspieler und Musiker, geboren 1995 im Iran. Er beginnt im Alter von 12 Jahren als Schauspieler zu arbeiten. Neben Hauptrollen in Kino und TV, war Alireza Daryanavard auch als Fernseh-und Radio Moderator tätig. Zusätzlich seiner Tätigkeit als Schauspieler, die ihn auf landesweite Bühnen im Iran sowie zahlreiche Festivals führte, unterrichtete er auch Nachwuchstalente. Als es ihm offiziell nicht mehr erlaubt war als Schauspieler tätig zu sein, sah er sich gezwungen als Untergrundkünstler bis zu seiner Flucht weiter zu arbeiten. Seine Flucht führte ihn vor 1 ½ Jahren nach Österreich, wo sein Asylantrag mittlerweile positiv bestätigt wurde. Dadurch hatte er auch die Möglichkeit bereits als Schauspieler und Musiker in verschiedenen Projekten (Museumsquartier, Brunnenpassage) tätig zu sein.

Thaer Maarouf

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Syrischer Maler und bildender Künstler, geboren 1972 in Shahaba, Syrien. Seinen Master Abschluss in bildender Kunst erwarb er auf der libanesischen Universität Beirut Maarouf’s Arbeiten wurden in Sammelausstellungen im Libanon, Syrien und Frankreich, sowie Solo Ausstellungen in Kuwait, Spanien und Frankreich gezeigt. Weiteres sind seine Werke in Dauerausstellungen in Museen im gesamten mittleren Osten zu sehen. In seiner Arbeit setzt er sich durch Symbolismus mit Menschenrechtsthemen auseinander.

Borhanulddin Hassan Zaddeh

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Musiker und Sänger, 1996 in Peschawar, Afghanistan geboren, entwickelte schon früh sein Talent für Musik, indem er von seinen Verwandten die traditionellen Festtagsmusiken erlernte. Diese bilden nun den Ausgangspunkt bei seinem mit Freunden initiierten Projekt „Caravan Collective“, wo die Musik ihrer Heimat einerseits als Anker der Identifikation dient, aber andererseits auch den Ausgangspunkt für musikalische Abenteuer und neue kommunikative Erfahrungen mit Musikern und Künstlern hier in Europa. Borhanulddin trat als Musiker in der von der Schauspielerin Hilde Dalik inszenierten Produktion „Romeo und Julia Freestyle“ (von 2013 bis 2015 u.a. im Dschungel, Wien) in Erscheinung. Für uns spielt er heute individuelle Versionen von traditionellen afghanischen Liedern.

Fotos: Nikolay Mikhaylyuk